Eine sonnige Alternative zum Straßenfest

Die Alternative zum traditionellen Straßenfest ist sichtlich gelungen. Das Konzept der Kultur- und Sportgemeinschaft ging voll auf. Der große Renner war der Backfisch toGo des ASV Reilingen 1960 e.V. Auch für den Auftritt von Ron Prinz Kombo am Abend auf der Festwiese machte der Sommer für über 200 Gäste eigens Überstunden.

Im Jahr 2020 läuft vieles so ganz anders als wir dies gewohnt sind, und so wurde auch das Reilinger Fest der Dorfgemeinschaft, kurz auch Straßenfest genannt, am Samstag zu einem „Tag der Dorfgemeinschaft“ umgewandelt. Wahrscheinlich gab es kaum ein Jahr, in dem das Wort „Dorfgemeinschaft“ bei diesem Fest eine größere Bedeutung hatte wie dieses Mal. Da aus den bekannten Gründen ein großes Fest nicht möglich war, man aber in Reilingen trotzdem etwas für die Bürger und die Dorfgemeinschaft anbieten wollte, wurde einfach im ganzen Dorf verteilt gefeiert.

Das Bild zeigt die Vertreter des Gemeinderates und die beiden Ehrenbürger Walter Klein und Helmut Müller zusammen mit der Lieblichkeit Prinzessin Ann-Kathrin I. vom KVR "Die Käskuche" e.V., die alle gemeinsam der Eröffnung des Festtages durch die Vorsitzende der KuSG Sabine Petzold und Bürgermeister Stefan Weisbrod beiwohnten.
Als zentraler Punkt galt der Parkplatz vor den Fritz - Mannherz- Hallen. Dort standen ein Kinderkarussell und ein Süßwarenstand, was die großen Anziehungspunkte für die kleinen Gäste waren. Mal im Feuerwehr- oder Polizeiauto seine Runden drehen und dabei stolz Mama und Papa zuwinken, das stieß hier auf ganz besondere Freude.

Zur Stärkung gab es auch verschiedene Stände an denen der Durst und der Hunger gestillt werden konnte, damit man gestärkt zu den anderen Aktivitäten aufbrechen konnte.

Im Schulhof der Friedrich von Schiller- Schule wartete ein kniffliger Go-Kart- Parcours auf wagemutige Kinder. Die Kommunale Betreuung hatte Hindernisse und Slaloms aufgebaut, die die kleinen Piloten meisterhaft um- und befahren konnten und dabei ordentlich Spaß hatten. Damit die Herausforderungen besser und leichter gelangen, lief zur Unterstützung die passende „Rennfahrer- Musik“ und der Stolz war den Kindern am Ende deutlich anzusehen.

Heiße Reifen bei der "Kommunalen Schulbetreuung" vor der Schillerschule
Pflichtbewusst wurden hier nach jedem Rennen die Go-Karts gründlich desinfiziert und für die nächsten Fahrer bereit gemacht


Im Kinderhaus Kindertreff waren die Vorführungen für das Freilichtpuppenspiel bereits schon vor der ersten Aufführung ausgebucht und alle, die sich zuvor den Eintritt gesichert hatten, durften sich an einer schönen Aufführung des bekannten Märchens „Die Bremer Stadtmusikanten“ erfreuen. Gespannt schauten die Kinder dem Spiel der Puppen zu, lauschten der Geschichte und belohnten die Darsteller am Ende mit großem Applaus.

Spaß und Muffins für Groß und Klein beim Kindertreff e.V. Frau Doris Lochner in der Neugasse
"Freilichtpuppenspiel" beim Kindertreff e.V.
Dazu bot der Kindertreff noch Muffins toGo in vielen verschiedenen Variationen an.

Lecker ging es auch im „Cafe middedrin“ zu. Auch hier ließ das Angebot an leckeren Kuchen keine Wünsche offen und dieser konnte an den großzügig aufgestellten Tischen auf dem gegenüberliegenden Parkplatz in der warmen Mittagssonne genossen werden. Weiter bot das „Cafe middedrin“, neben den eigenen künstlerischen Angeboten, auch eine Kleidertauschbörse an, die auf großen Zuspruch stieß.

Die leckeren Kuchen und die Kleidertauschbörse wurde gut angenommen
"Cafe Middedrin" bei Eveline Bareiß in der Schulstraße

Wem es nach einem köstlichen Mittagessen war, der konnte sich beim Angelsportverein Fisch zum Abholen bestellen. Dieser wurde im Vereinsheim frisch zubereitet und lockte schon auf der Straße mit seinem köstlichen Duft.

Die fleißigen Fischbäcker des ASV hatten einiges zu tun

Die Gaststätte „Grüner Baum“ bot mit Ochsenbacken und Russisch Ei ebenfalls ein leckeres Mittagessen an.

Auf dem Rasenplatz hinter der Halle gab es das gewohnte Bühnenprogramm, bei dem am Nachmittag der Musikverein Harmonie, unter der Leitung von Peter Ehringer, ein Konzert gab.

Im Anschluss spielte das Hohner Akkordeon Orchester für die Zuschauer und beide Vereine freuten sich sehr, dass endlich einmal wieder vor einem Publikum spielen durften.
"Hohner-Akkordeon-Orchester" unter der Leitung von Johannes Grebencikov

Am Abend lockte dann die „Ron Prinz Kombo“ mit „Musik-Comedy im Kurpfalzdialekt über 200 Besucher vor ihre Bühne. Schon bevor die ersten musikalischen Töne erklangen, wusste das Publikum, dass die drei Musiker, und auch die Sängerin Anne Geser, sich auf den Abend in Reilingen freuten und ihr Auftritt von viel spaßigen Einlagen gekrönt sein wird. Und ganz genau so war es dann auch. Die neuen und alten Schlager, Pop- Songs und Rock’n Roll Lieder präsentierte die Kombo mit Texten im Kurpfälzer Dialekt. Mit den amüsanten Liedern wie „De Werner in dä Nacht“, „Klitzekleiner Superbusen“, „Steh uff und flenn“ oder „Des geht schnell mit Alkohol“ blieb kein Auge trocken.

Musik-Comedy im Kurpfalzdialekt "Ron Prinz Kombo" mit Ron Mummert, Anne Geser und Kollegen

Lachend groovten die Besucher auf ihren Stühlen mit und erfreuten sich auch an dem Lied, in dem Oliver Kahn als Traummann besungen wurde. Zwischen den Titeln standen die Musiker immer im Dialog mit den Zuhörern und ernteten am Ende einen riesen Applaus. Gekonnt schmeichelte das Quartett auch Bürgermeister Stefan Weisbrod, den Ron zuvor zum Oberbürgermeister ernannt hatte. Als Dankeschön für diese Beförderung und den phantastischen Auftritt der Künstler, gewährte der neue „Oberbürgermeister“ großzügig noch eine Zugabe.

 

Kräftig gefeiert wurde am Abend auch bei der Crew von FestiMobil in der Hauptstraße. Dort freuten sich die Veranstalter ebenfalls über einen fast ausgebuchten Hof mit toller Musik und kühlen Getränken an einem schönen Sommerabend.

"Die FestiMobil Crew" um Sascha Spahr öffnete ihren Hof in der Hauptstraße 27 für Zahlreiche Besucher.

Bürgermeister Stefan Weisbrod und die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft, Sabine Petzold, zeigten sich mit dem Tag der Dorfgemeinschaft sehr zufrieden. „Das Konzept ist aufgegangen, die Menschen sind sehr diszipliniert und freuen sich über Kultur im Dorf“, sagten beide einstimmig mit einem zufriedenen Blick auf die Besucherschaar. Am Nachmachmittag nahmen sie sich auch extra die Zeit, um sich bei allen Mitwirkenden persönlich mit einer Sonnenblume und einer Packung „Merci“ zu bedanken. Denn nur durch diese Bereitschaft konnte der Tag der Dorfgemeinschaft auch wirklich gelingen.
Großer Dank gilt allen Beteiligten und Helfern, besonders dem örtlichen Bauhof, den Hallenwarten und dem kompletten Team des Veranstaltungsmanagements aus dem Rathaus, die dieses wunderbare Fest möglich gemacht haben.
K.D./Fotos: K.D., wk

Rückblick „Tag der Dorfgemeinschaft“ 2020